Kultur und Wein

das beschauliche Magazin


STIN Siegel © Martina Kogler

STIN STyrian dry gIN in den Bars der Welt

STIN Wickelpapier © Martina Kogler

Apfel und Holunder als aromatischer Gruß aus der Südsteiermark

Der malerische Ort Ehrenhausen ist unter Liebhabern von frischem Welschriesling, elegantem Morillon und fein aromatischem Sauvignon Blanc längst bekannt als das Tor zur Südsteirischen Weinstraße. Dass man dort auch erlesenen Gin erwarten darf, ist ein Novum, dem es sich jedoch nachzugehen lohnt. Die Herstellung der klaren Spirituose, die allein mit einem kleinen Schluck Körper, Geist und Seele wieder in harmonischen Einklang zu bringen versteht, war bisher eher eine Domäne des angloamerikanischen Raumes und hat von den britischen Inseln aus ihren Siegeszug durch die Welt angetreten. Laut den Quellen soll es Wilhelm III. von Oranien-Nassau gewesen sein, der bei der Besteigung des englischen Thrones 1689 den Genever, wie der Gin damals noch hieß, mitbrachte und die Produktion dieses Wacholder-Schnapses steuerfrei machte. Voraussetzung war, dass ausschließlich englisches Getreide für das Brennen verwendet wurde. Bald war man draufgekommen, dass sich Gin nicht nur pur trinken ließ, sondern sich aufgrund seines doch eher neutralen Geschmacks bestens zum Mixen von Longdrinks eignete.

STIN Team © Martina Kogler

Man wurde nicht so schnell besoffen und hatte dennoch das Vergnügen eines alkoholischen Getränks. Tanqueray, Bombay Saphir oder Gordons fehlen seither in keiner wohl sortierten Bar, weder im Nachtleben der Schönen und Reichen, noch in der Hausbar eines Genießers, der sein Home damit zum Castle adelt.

 

Zwischen den Etiketten der bekannten Flaschen dürfte in nächster Zeit ein Schriftzug auftauchen, der auch einer hartgesottenen Barfly ein Rätsel aufgibt. STIN, vier Buchstaben wie ein Programm. Die Lösung findet sich rasch, wenn man das Wort in der Mitte teilt und ST und IN auf STyrian dry gIN reimt. Damit ist aber erst ein Teil des Geheimnisses verraten. STIN kommt aus der Südsteiermark, einer Schatzkammer prall gefüllt mit kulinarischen Genüssen wie dem oben erwähnten Wein, dem unvergleichlichen Kernöl und nunmehr auch mit Gin.

Man braucht sich in dieser wundervollen Landschaft nur umzusehen, um zwischen den Weinstöcken die Wacholdersträucher zu entdecken, die im Herbst die kleinen dunkelblauen Perlen tragen, die seit jeher dem Gin das charakteristische Aroma geben. Es gibt aber auch Holunderbuschen und Apfelbäume, die quasi als Vertreter der Heimat den STIN bereichern. Im Ganzen sind es 28 Botanicals, unter anderem Kümmel und Koriander, die für unverwechselbaren Geschmack und frischen Duft sorgen.

 

STIN ist die Idee von Johannes Firmenich und Reinhard Jagerhofer. Der eine ist Südsteirer, der andere Oststeirer, die gemeinsam auf der Suche nach dem Arcanum des perfekten Destillats waren. Johannes erinnert sich mit einem Augenzwinkern: „Wir haben sehr viel Zeit miteinander verbracht, da kommt einem schon mal die Idee, Alkohol selbst herzustellen.“ Vorbilder waren die Väter, die auf ihren steirischen Bauernhöfen die Kultur des Schnapsbrennens hochgehalten haben

STIN Flasche © Martina Kogler

Die beiden Jungbrenner haben sich für den 50 Liter Kupferkessel entschieden, in dem ihr Zaubertrank destilliert wird. Nachdem alle Nasen und Gaumen der Verkoster befriedigt waren, wurde als Dritter im Bunde Philipp H. Ernst aufgenommen, ein Spezialist von Rang, seines Zeichens Brand Ambassador und World Class Bartender. Seine Aufgabe ist es, den jungen STIN in die Bars der Welt hinaus zu tragen, als ideale Grundlage für Cocktails oder Longdrinks, aber auch als Empfehlung für die Steiermark, in der man das Reine und Natürliche zu schätzen weiß. Am besten führt man diesen Gin pur zuerst an die Nase, um die Aromen in ihrer Vielfalt zu genießen, bevor man daran nippt, um all das bestätigt zu finden, was STIN in der ganzen Bedeutung seines kurzen Namens verspricht.

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