Kultur und Wein

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Foto © Poggiobello

Azienda Agricola Poggiobello: Gut gewachsen auf dem schönen Hügel

Amphitheater friulanischen Weines

Ganze 12 Hektar Weingärten hatte „Azienda Agricola Poggiobello“ aufzuweisen, als Genagricola, eine Gruppe der Generali Assicurazioni, das Weingut 1974 übernahm. Trotz seiner Kleinheit war es den Käufern ins Auge gestochen. Schließlich liegt es in der anerkannt besten Weißweinregion Italiens, genauer gesagt in Oleis di Manzano, einer Gemeinde in den Colli Orientali del Friuli zwischen Udine und Cividale. Sein außerordentliches Potential war ein guter Grund, in diese Weingärten seitens der Genagricola-Gruppe zu investieren und diese auf 90 ha. Rebfläche zu erweitern.

 

Poggiobello heißt zu Deutsch „schöner Hügel“ und wird seinem Namen durchaus gerecht. Nicht zuletzt ist es das malerische Weingut selbst. Es thront auf dem Hügel – ein vor Generationen harmonisch in die Landschaft gefügtes herrschaftlich anmutendes Gebäude, umgeben von seinen Weingärten, die wie Amphitheater von zwei Talkesseln geschützt in Terrassen angelegt sind.

Jede der Sorten, egal ob autochthon wie Picolit, Verduzzo friulano, Refosco dal Penduncolo Rosso, Tocai friulano (seit einigen Jahren nur mehr Friulano) und Ribolla gialla oder international wie Merlot, Cabernet Sauvignon, Chardonnay oder Sauvignon blanc wird ihrem Charakter gemäß ausgebaut. Im Weingut ist man überzeugt, dass die Weinwelt diese Sortenreinheit zu schätzen weiß. Sogar der Einsatz von Barriquefässern ist auf die kürzest mögliche Dauer und dort nur auf die Rotweine beschränkt. Poggiobello garantiert, dass in der Flasche nur das drinnen ist, was auch auf dem Etikett drauf steht.


Foto © Poggiobello

Dieses pittoreske Ensemble bietet optimale Voraussetzungen für den friulanischen Wein. Im Haus selber wurden die alten Keller einer gründlichen Modernisierung unterzogen, vor allem der tief in den Hügel gegrabene Lagerraum. Dort reifen säuberlich nach den einzelnen Weingärten getrennt in kleinen Tanks die Weine in aller Ruhe ihrer Vollendung entgegen.

 

Die Weingärten selbst erfreuen sich eines idealen Klimas dank der Julischen Alpen, die kontinentale Kälte abhalten und damit den Zufluss mediterraner Wärme von der nahen Adria her ermöglichen. Auf den Hügelkuppen wachsen die roten Trauben, eher unten auf den sanften Hängen die weißen, denen naturgemäß kühlere Temperaturen besser bekommen. Der Boden ist die Ponca, das graue, zu kleinsten Blättchen verwitternde Gestein aus dem Eozän, das den Weinen der Colli Orientali del Friuli ihre einmalige Mineralik beschert.

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