Kultur und Wein

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Das MuseumsQuartier Wien als Raum und Klang erfahren

Logo Summer of Sounds verlinkt mit MQW

Musiksommer im MQ

Selten führt ein Platz so unkompliziert und direkt zu Kunst und Kultur wie das MuseumsQuartier. Während man bei Speis und Trank in einem der Gastgärten sitzt oder einfach nur entspannt auf den Enzis abhängt, irgendwann will man die vielen Institutionen – neben den paar großen wie das mumok, das Leopold Museum oder die Kunsthalle – nicht mehr übersehen. Wie viele Menschen auf diese Weise, also einfach durch Neugier, der Kultur nahegekommen sind, kann wahrscheinlich kaum geschätzt werden. „MQ Summer of Sounds“ nennt sich sehr flott ein Sommer voller Klänge, der am 5. Juni mit einem Konzert von „Ja, Panik“ und der Präsentation ihres neuen Albums „LIBERTATIA“ anklingt.

Das mumok, besser gesagt, seine schwarze Fassade, wird dabei zum Instrument, gespielt von Herbert Gollini und Helmut Wolfgruber. Die „Komposition“ dieser zwei Architekten: „architecture and sound“. Man darf gespannt sein, wie eine gespielte Wand klingt.

Während des ganzen Sommers (bis 28. September 2014) geht es darum, „the relationship of sound to space“ auszuloten. Dieses Verhältnis von Musik zu einem ganz bestimmten Raum, nämlich dem mumok, wird ebenfalls am Eröffnungstag einmal so richtig zum Ohrenputzen getestet. Anlässlich der Ausstellungseröffnung Josef Dabernig wird ab 22.30 Uhr „Rock the Void“ ein vertikales Konzert in das Stiegenhaus knallen. Diese polnische Hip-Hop-Band Kaliber 44, bekannt für harten Sound, gibt „Psychorap“, der sich in der 35 Meter hohen Halle frei ausbreiten darf.

architecture and sound Herbert Gollini Helmut Wolfgruber © architecture & sound

Die Zuhörer verfolgen den Liveact auf den Stegen zwischen, oder vorsichtshalber in den Ausstellungsräumen drinnen.

 

Ruhiger und mit feinen musikalischen Nuancen wird Georg Buxbaum die Schauspielerin Maxi Blaha bei ihrem Theatersolo „feuerseele. sie kämpfte für den frieden“ begleiten. Diese Hommage an die österreichisches Schriftstellerin Bertha von Suttner startet am 12. Juni den „Summer of Sounds“ im Leopold Museum im Rahmen der Ausstellung „Trotzdem Kunst“.

Foto Christoph Storm

Abschließend eine Kleinigkeit zum Grübeln und Verstehenprobieren: Das oben zitierte Motto „the relationship of sound to space“ ist ein Zitat des britischen Musikers und Journalisten David Toop. Jetzt kommts! Er sieht die Begriffe „sound“ und „space“ als „Geschwister“, die im „Schallwellenmeer untrennbar miteinander verbunden sind“. Viel Glück beim Behirnen. Einfacher ist es aber, beim MQ hineinzuschauen und sich aus der Programmvielfalt das Genehmste herauszupicken.

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